English Springer Spaniel

 

Rasseportrait - aus unserer Sicht

Er ist der größte Britische Landspaniel, hat ein fröhliches Temperament und ist sehr eifrig bei der Arbeit. Ursprünglich wurde er für den Jagdeinsatz gezüchtet - das Hochmachen von Wild und das Apportieren desselben nach dem Schuss gehört zu seinen Aufgaben.

Heutzutage findet er immer mehr Freunde unter den Hundesportlern oder im Rettungshundewesen, sein unkompliziertes und freundliches Wesen, seine Vielseitigkeit und - nicht zuletzt - sein Arbeitseifer machen ihn zu einem idealen Partner für aktive Menschen. Ihr Jagdtrieb ist recht unterschiedlich ausgeprägt und von jeher auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgelegt. Wird eine entsprechende Ersatzbeschäftigung angeboten, sorgt der hohe "Will to Please" des Springers für einen problemlosen Umgang mit diesem Thema. Überhaupt ist er recht leichtführig, unangemessene Strenge und Härte lassen ihn erstarren, er lernt gerne und das am liebsten motivationsorientiert.

So möchte er gefordert und gefördert werden und braucht daher seine Aufgaben, passend auf das jeweilige Talent. Weit ausgedehnte Spaziergänge in der freien Natur genießt er in vollen Zügen, er ist ein ausdauernder Begleiter. Doch seine Erfüllung findet er erst in der gemeinsamen „Arbeit“ mit seinem Menschen: Agility, Obedience, DogDance, Apportieren, Suchen von Gegenständen oder Personen, Tricks… all das ist „Musik“ in des Springer‘s Ohren.

So temperamentvoll und eifrig er auch bei seiner Arbeit ist – im häuslichen Umfeld ist der zufriedene Springer ein angenehmer Hausgenosse. Er kann gut abschalten und mit seiner Familie auch mal stundenlang „abhängen“. Er kläfft nicht unnötig, liebt die Nähe zu seinen Menschen und besitzt im Allgemeinen eine hohe Toleranz im Umgang mit Zwei- und Vierbeinern. Die Vergesellschaftung mit anderen Hunden ist von daher normalerweise unkompliziert, sie lieben den Kontakt zueinander - spielen und kuscheln für ihr Leben gerne. Das ist natürlich typenabhängig, von daher wird es auch beim Springer Ausnahmen geben, die keinen großen Wert auf vierbeinige „Mitbewerber“ legen.

Diese ganzen Eigenschaften und sein "praktisches" Format machen ihn für uns zu einem idealen Begleiter. Unsere Springer leben mit uns im Haus, begleiten uns fast überall hin, fahren mit uns in den Urlaub und unterstützen unsere Arbeit in der Hundeschule. Sie bringen uns durch ihre lustige und kreative Art oft zum Lachen, ein zufrieden schlafendes Springerknäuel zaubert ein Lächeln auf jedes Gesicht… wir lieben unsere Langohren!

 

 

 

 

FCI-Standard (gekürzte Version)

FCI - Standard Nr. 125  -  ENGLISH SPRINGER SPANIEL 

URSPRUNG: Groβbritannien.

VERWENDUNG: Stöber- und Apportierhund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde. Sektion 2 Stöberhunde. Mit Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Die Rasse ist alten und reinen Ursprungs, älteste der Gundog-Rassen. Ursprünglicher Zweck war das Finden und Aufjagen des Wildes bei der Netzjagd, der Jagd mit dem Falken oder dem Greyhound. Wird jetzt gebraucht, um Wild zu finden, hoch zu machen und nach dem Schuss zu apportieren.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Symmetrisch gebaut, kompakt, kräftig, fröhlich, lebhaft. Von allen britischen Landspaniels am höchsten auf den Läufen und am rassigsten im Körperbau.

VERHALTEN/ CHARAKTER (WESEN): Freundlich, unbekümmert, gehorsam. Ängstlichkeit oder Aggressivität höchst unerwünscht.

BESCHREIBUNG:

Oberkopf/ Schädel
Von mittlerer Länge, verhältnismäßig breit, leicht gerundet, vom Fang an ansteigend. Augenbrauenwülste oder einen Stop bildend, geteilt durch eine Furche zwischen den Augen, von der Stirne zum Hinterhauptbein auslaufend; letzteres darf nicht hervortreten.

Gesichtsschädel/ Nasenschwamm
Nasenlöcher gut entwickelt.

Fang
Im richtigen Längenverhältnis zum Schädel, verhältnismäßig breit und tief, gut gemeißelt unter den Augen.

Lefzen
Mäßig tief und quadratisch.

Kiefer/ Zähne
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Backen
Flach.

Augen
Mittlere Größe, mandelförmig, nicht hervorstehend oder tiefliegend, gut eingesetzt (keine Nickhaut zeigend), wachsamer, freundlicher Ausdruck. Dunkelhaselnussbraun. Helle Augen unerwünscht.

Behang
Lappig, gute Länge und Breite, ziemlich gut am Kopf anliegend, in Augenhöhe angesetzt. Schön befedert.

Hals
Gute Länge, kräftig und muskulös, keine lose Kehlhaut, leicht gebogen, sich zum Kopf hin verjüngend.

Körper
Kräftig, weder zu lang noch zu kurz.

Lende
Muskulös, kräftig, leicht gewölbt und kurz.

Brust
Tiefer Brustkorb, gut entwickelt. Gute Rippenwölbung.

Rute
Niedrig angesetzt, nie oberhalb der Rückenlinie getragen. Gut befedert, lebhaft bewegt. In Harmonie mit der Gesamterscheinung des Hundes.

Vorderhand
Vorderläufe gerade, von guter Knochenstärke.

Schultern
Schräg und gut zurückliegend.

Ellenbogen
Gut am Körper anliegend.

Vordermittelfuβ
Stark, biegsam.

Hinterhand
Hinterläufe gut herabgelassen.

Oberschenkel
Breit, muskulös und gut entwickelt.

Knie- und Sprunggelenke
Gut, aber nicht übertrieben gewinkelt. Plumpe Sprunggelenke unerwünscht.

Pfoten
Zehen eng aneinanderliegend, Pfoten kompakt, gut gerundet, mit starken, gepolsterten Ballen.

Gangwerk
Von völlig eigener Art. Vorderläufe schwingen gerade aus der Schulter heraus, wobei die Pfoten in einer freien, leichten Art gut nach vorne geworfen werden. Sprunggelenke schwingen gut unter das Gebäude, der Vorhand in einer Linie folgend. Bei langsamer Gangart kann der Hund den für diese Rasse typischen Passgang zeigen.

Haar
Dicht, glatt und wetterresistent, niemals grob. Mäβige Befederung an Behang, Vorderläufen, Körper und Hinterhand.

Farbe
Leberbraun/Weiss, Schwarz/Weiss oder jede dieser Farben mit Loh-Abzeichen.

Größe
Ungefähre Höhe am Widerrist : 51 cm (20 ins.).

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes. Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

 

 

Gesundheit

Genau wie uns, geht es auch dem English Springer Spaniel am liebsten gut. Einen durch und durch gesunden Hund wünscht sich wohl jeder - so auch wir! Jeder verantwortungsvolle Züchter wird sein Möglichstes dafür tun, seine Rasse gesund zu erhalten - so auch wir!

Es gilt die richtigen Partner für eine geplante Verbindung auszuwählen, von der wir uns als Ergebnis gesunde Welpen mit bestem Wesen versprechen. Wir geben uns größte Mühe bei der Auswahl und lassen die Elterntiere auf bekannte rassespezifische Erkrankungen testen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir sehen es als Geschenk der Natur, wenn wir dieses Ziel durch unsere sorgfältige Planung annähernd erreichen können.

Natürlich spielen auch äußere Einflüsse eine nicht zu unterschätzende Rolle:
Artgemäße Haltungs- und Aufzuchtsbedingungen sind eine Grundvoraussetzung, dazu kommt der liebevolle Umgang, eine vielseitige Ernährung, regelmäßige CheckUps und eine fürsorgliche Pflege - all dies fördert und erhält die Gesundheit!

 

 

 

 

Pflege

Das schlichte Haarkleid des Springers ist nicht sehr pflegeaufwendig. Die langen Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz oder Fremdkörper kontrolliert und bei Bedarf mit einem speziellen Reiniger gesäubert werden. Im Allgemeinen wird der Springer drei bis viermal im Jahr getrimmt.

Ob überhaupt oder wie oft, liegt im Ermessen des Halters. Jeder sollte seinen Springer so "frisieren", wie es ihm gefällt - wir bevorzugen den getrimmten Springer - Geschmackssache eben. Soll der ESS allerdings auf einer Ausstellung präsentiert werden, ist das regelgerechte Trimming unerlässlich. Eine Anleitung von der "Southern English Springer Spaniel Society" finden Sie hier.